Parallel zu Taufe in der
Kirche wird ein Bäumchen gepflanzt. Wie das Kind wächst dieses Bäumchen
heran und wird gross. Während der Taufstein in Herblingen - er ist 500
Jahre alt - die Verbindung mit der christlichen Tradition schafft, steht
der Taufbaum für die Zukunft. Wenn der Täufling erwachsen und vielleicht
sogar aus Herblingen weggezogen sein wird, kann der Täufling jederzeit zu
seinem Baum zurückkehren. Ein Ort fürs Gebet, fürs Verloben, für die
Trauer oder die Erinnerung.
Der Taufbaum ist mit einem
Schildchen bezeichnet und im Forstregister festgehalten. Das Forstamt
pflegt den Baum und pflanzt einen Ersatz, falls der Baum absterben sollte.
Soweit juristisch überhaupt möglich, verpflichtet sich das Forstamt den
Baum in den nächsten 100 Jahren nicht zu fällen.
Einschränkung:
Der Taufbaum ist mit dem Ort
der Kindheit verbunden, in unserem Taufwald stehen nur Bäume von Personen
die in Herblingen getauft worden sind oder in einem engen Bezug zu
Herblingen stehen. Für Auswärtige macht es keinen Sinn, in unserem Wald
einen Baum zu setzen.
Am 24. März 2007 wurden 5
Setzlinge gesetzt. Zuvor wurde das Waldstück bereit gestellt: Fichten mit
Kernfäule wurden gefällt, die Waldstrasse aufgefrischt, Weglein gemacht,
Eichentisch und Bänke gezimmert und das Gebiet gegen Wildverbiss
eingezäunt.